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Trau keinem Arzt

Mendelsohn – Des Teufels Priester

Ich muß jedes Mal lachen, wenn ein Sprecher der AMA (American Medical Association) oder einer anderen Ärztevereinigung behauptet, Ärzte hätten keine besondere Macht über die Menschen. Und wenn ich mich dann ausgeschüttet habe vor Lachen, frage ich ihn, wie viele Leute ihn denn auffordern könnten, sich auszuziehen – und er es auch folgsam täte.

Weil Ärzte in Wirklichkeit Priester der schulmedizinischen Kirche sind, sprechen ihnen die Leute auch meist gar nicht ihren besonderen Einfluß auf unser Leben ab. Schließlich sind Ärzte doch ehrliche und gestandene, intelligente, vertrauenswürdige, gesunde, gebildete, und fähige Leute, oder nicht? Der Doktor ist doch der Felsen, auf dem die Kirche der Schulmedizin ruht, oder nicht?

Jedenfalls nicht aus der Nähe betrachtet. Ärzte sind auch nur Menschen – und auch von der schlimmsten Sorte. Sie können grundsätzlich nicht davon ausgehen, daß ausgerechnet Ihr Arzt auch nur eine der oben angeführten guten Eigenschaften besitzt; denn Ärzte erweisen sich auch als unehrlich, korrupt, unmoralisch, krank, ungebildet und geradezu dumm – und zwar weit häufiger als der Durchschnitt der übrigen Gesellschaft.

Das beste Beispiel, wie dumm Ärzte in bestimmten Situationen reagieren, ist sogar öffentlich bekannt geworden. Im Rahmen einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuß des amerikanischen Senats erinnerte sich Senator Edward Kennedy eines Skiunfalls, bei dem er sich als junger Mann die Schulter verletzte. Sein Vater ließ vier Spezialisten kommen, die den Jungen untersuchen und Behandlungsvorschläge machen sollten. Drei waren für Operation. Aber die Kennedys folgten dem Rat des vierten, der nicht operieren wollte. Dieser hatte genauso viele medizinische Titel wie die anderen. Die Verletzung heilte aus; und die Senatskollegen Edward Kennedys befragten nun aufgrund dieses Beispiels den Dr. Lawrence Weed, Medizinprofessor an der Universität von Vermont und Begründer eines ganz bekannten Systems, Krankenhauspatienten zu erfassen. Dr. Weed antwortete: „Die Schulter des Senators wäre wahrscheinlich genauso zufriedenstellend geheilt, wenn man operiert hätte.“

Wenn Ärzte förmlich getestet werden, sind die Ergebnisse mehr als entmutigend. In einem kürzlichen Test, der auch die Verschreibung von Antibiotika einschloß, erreichte die Hälfte der Ärzte, die sich dem Test ja immerhin freiwillig gestellt hatten, nur achtundsechzig Prozent und weniger der richtigen Antworten! Aber wir haben ja in den vorangegangenen Kapiteln schon gelernt, wie gefährlich es ist, einen Arzt an sich heranzulassen. Alle diese Gefahren kommen indes nicht notwendigerweise von den der Behandlung selbst innewohnenden Risiken; Ärzte verhunzen auch ganz einfach manche Behandlungen. Wenn ich einem Arzt begegne, gehe ich zunächst einmal davon aus, daß ich da einem engstirnigen Menschen treffe, voller Vorurteile und ziemlich unfähig zu überlegen und zu argumentieren. Nur sehr wenige belehren mich dann eines Besseren.

Auch darauf, daß Ärzte moralisch integer seien, kann man sich nicht verlassen. Der Dekan der medizinischen Fakultät an der Harvard-Universität, Dr. Robert H. Ebert, und der Dekan der medizinischen Fakultät an der Yale-Universität, Dr. Lewis Thomas, agierten als bezahlte Berater der Squibb Corporation und versuchten gleichzeitig, das Gesundheitsministerium zu überzeugen, das Verbot von Mysteclin aufzuheben, einem der bestverkauften Medikamente eben der Squibb Corporation. Als die Sache aufflog, erklärte Dr. Ebert, er „habe nach bestem Wissen und Gewissen beraten. Es waren ehrliche Meinungen“. Aber er lehnte es ab, den Betrag zu nennen, der sowohl ihm als auch dem Dr. Thomas gezahlt wurden. Dr. Ebert erhielt späten einen der Direktorenposten in diesem Pharma-Konzern und gab zu, bereits Firmenaktien im Wert von 15.000 Dollar zu besitzen.

Bereits 1972 hatte Dr. Samuel S. Epstein, damals an der Case-Western-Reserve-Universität und eine der Weltautoritäten in Sachen Chemikalien, die Krebs und Geburtsschäden hervorrufen, vor dem „Senats-Komitee für Ernährung und menschliche Bedürfnisse“ erklärt, daß „die Nationale Akademie der Wissenschaften von Interessenkonflikten durchlöchert ist“. Er berichtete, daß die Gremien, die über kritische Gesetzesvorlagen, wie etwa zur [Sicherheit] von Nahrungsmittelzusätzen, entscheiden, häufig genug von Fremden oder direkten Verbindungsmännern jener Interessen beherrscht werden, die da gesetzlich geregelt werden sollen. „Hierzulande kann man die Zahlen und Fakten kaufen, die man braucht, um seinen Fall durchzusetzen“, sagte er.

Im Bereich wissenschaftlicher Untersuchungen sind Schwindel und Betrug längst an der Tagesordnung, so daß sie nicht einmal mehr Schlagzeilen machen. Und längst hat auch das Gesundheitsministerium, wann immer es die Testversuche mit neuen Medikamenten unter die Lupe genommen hat, diverse Schlampereien aufgedeckt, sei es, daß den Patienten zu hohe oder zu niedrige Dosen verabreicht, die Unterlagen fingiert oder die Mittel zu Dumpingpreisen angeboten wurden. Natürlich haben in allen solchen Fällen die Ärzte, die für die Arzneimittelhersteller arbeiten, nur ein Ziel, nämlich Ergebnisse zu produzieren, aufgrund derer das Ministerium das jeweilige Medikament dann auch zuläßt. Und bei der sich verschärfenden Konkurrenz um die Prämien wollen Ärzte oft nichts weiter als „gute“ Ergebnisse aufweisen, die ihnen die Pfründe erhalten. Da all die „netten“ Forscher im selben Boot sitzen, scheinen sie auch besonders tolerant zu sein, was schlampige Experimente, unbestätigte Ergebnisse und deren fahrlässige Auslegung betrifft.

Dr. Ernest Borek, Mikrobiologe an der Universität von Colorado, sagt, daß „gefälschte Daten in zunehmendem Maße Eingang in die wissenschaftlichen Publikationen finden“. Nobelpreisträger Salvadore E. Luria, Biologe am Massachusetts Institute of Technology, sagt: „ Mir sind mindestens zwei Fälle bekannt, in denen hochangesehene Wissenschaftler die von ihren Laboratorien abgelieferten Ergebnisse zurückziehen mußten, als sie entdeckten, daß diese Ergebnisse von einem ihrer Mitarbeiter fingiert worden waren“.

Ein weiteres, nun schon klassisches Betrugsbeispiel lieferte das Sloane-Kettering-Institut, wo Dr. William Summerlin zugab, bei seinen „Forschungen“ Mäuse einfach angemalt zu haben, damit sie aussahen, als ob erfolgreiche Hautübertragungen stattgefunden hätten. Ein früher Vorläufer dieses Dr. Summerlin auf dem Gebiet des Anmalens von Versuchstieren war Paul Kammerer gewesen, der österreichische Genetiker, der Anfang des [20.] Jahrhunderts den Fuß einer Kröte eingefärbt hatte, um die Lamarck’sche Theorie von der Vererbung erworbener Merkmale zu beweisen. Als er dann später in Arthus Koestlers Buch Der Fall der Geburtshelferkröte bloßgestellt wurde, erschoß er sich.

Dr. med. Robert S. Mendelsohn: Trau keinem Doktor. Über die enormen Gefahren der modernen Medizin und wie man sich davor schützen kann. Bekenntnisse eines medizinischen Ketzers. S. 141f., 1979-2009.

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