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Die wahren Ursprünge unserer Volksheilkunde

Wort und Wurz – die wahren Ursprünge unserer Volksheilkunde

Ausschnitte aus einem Artikel:

Der bekannte Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl gibt eine fundierte Einleitung in die Volksheilkunde der Germanen und Kelten, die von zwei Säulen getragen wurde: vom Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen einerseits sowie vom Wissen über den Zauber des Wortes andererseits. Anschließend wird die LeserIn in die Heilwirkung und Mythen des Holunders eingeführt, der die Gegensätze des Lebens in seinem Wesen vereint.

DIE TRADITION DER HEILKUNDE

Heilen bedeutet heil machen, was gebrochen war. Es bedeutet, etwas in seinen ursprünglichen gesunden Zustand zurückzuversetzen. Als Ursprung aller Dinge galten bei diesen Waldvölkern Feuer und Wasser. Die Schale Kräutertee besteht aus der Heilpflanze, die mit kochendem Wasser übergossen wird. Das heißt, die Energie des Feuers vermittelt dem Wasser die Kräfte der Pflanze. Die Schale selber symbolisiert den Kessel, den gebärenden Schoß der Urgöttin, die wir noch als Frau Holle kennen.

Die Pflanzen (Wurze) selber wurden nicht als Wirkstoffakkumulatoren gedacht, wie wir es heute tun, sondern als mächtige, verkörperte Wesenheiten, die man ansprechen und um Hilfe bitten konnte. Das kommt ganz klar zum Ausdruck in dem alten »Angelsächsischen Kräutersegen« (Lacnunga). Man ruft sie beim Namen, erinnert sie an ihre innewohnende Kraft und bittet sie um Hilfe.

Diese Heilkunde ist uralt. Ihre Wurzeln liegen in der Altsteinzeit.

Wo kommt unsere Heilkunde, unsere Medizin her? 

Das Wissen der Heiler und ihrer Rezepturen stand in der Geschichte in Gefahr, für immer verloren zu gehen. Glücklicherweise hegten und pflegten die Mönche diesen Wissensschatz, kopierten die noch vorhandenen Manuskripte und retteten sie über das dunkle Frühmittelalter hinweg. In ihren Klöstern legten sie zudem Kräutergärten mit bewährten Heilpflanzen aus dem Mittelmeerraum an. Im Laufe der Zeit wurden die Erkenntnisse verfeinert und mündeten in unsere moderne Medizin.

Dr. Wolf-Dieter Storl

ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Zahlreiche Reisen und ethnobotanische Feldforschungen prägen sein Denken. Die Liebe zur ursprünglichen Natur und Wildpflanzen waren immer schon seine Inspiration. Der Autor und Referent lebt mit seiner Familie auf einem Hof im Allgäu.

Zauberwort und Heilkraut

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